Wie Sie die Broker-Lizenz im Aufsichtsregister prüfen
Verlassen Sie sich nicht allein auf die Lizenznummer auf der Broker-Website. Suchen Sie im offiziellen Register der Aufsichtsbehörde und stellen Sie sicher, dass Firmenname und Domain exakt übereinstimmen.
Die Überprüfung der Lizenz dauert nur wenige Minuten und schützt Sie vor den häufigsten Betrugsmaschen. Das Prinzip ist einfach: Die verlässlichen Angaben stehen im Register der Regulierungsbehörde, nicht auf der Website des Brokers.
Welche Schritte sind nötig?
- Daten von der Broker-Website erfassen: Den juristischen Namen der Gesellschaft, die Lizenznummer und den Namen der Aufsichtsbehörde. Diese Angaben finden sich meist in der Fußzeile (Footer) oder im Bereich „Rechtliche Dokumente“.
- Das Behördenregister direkt aufrufen: Geben Sie die Webadresse selbst in den Browser ein und nutzen Sie keinen Link, den der Broker Ihnen zusendet.
- Nach Nummer und Name suchen: Vergewissern Sie sich, dass der Status „autorisiert“ (Authorised) lautet und nicht ausgesetzt oder widerrufen wurde.
- Die Website abgleichen: Die Register führen die offiziell hinterlegten Domains auf. Eine abweichende Domain ist ein klares Indiz für eine Klon-Firma (Clone Firm).
- Erlaubte Dienstleistungen prüfen: Einige Lizenzen gestatten keine Dienstleistungen für Privatanleger (Retail Clients) oder untersagen den Handel mit CFDs.
Wo finde ich die Register der Regulierungsbehörden?
- FCA-Register (Großbritannien) mitsamt der FCA-Warnliste unregulierter Anbieter.
- CySEC-Register (Zypern) für Wertpapierfirmen (CIF).
- ASIC-Register (Australien).
- Öffentliches Register der DFSA (Dubai).
- I-SCAN-Portal der IOSCO, das behördliche Warnungen weltweit bündelt.
Was ist eine Klon-Firma (Clone Firm)?
Eine Klon-Firma gibt sich als reguliertes Unternehmen aus, indem sie dessen Firmennamen und Lizenznummer stiehlt sowie eine täuschend ähnliche Website unter einer anderen Domain betreibt. Sucht man nur nach dem Namen, wirkt das Angebot seriös. Gleichen Sie daher stets Website, Telefonnummer und E-Mail-Adresse mit den Registerangaben ab. Aufsichtsbehörden wie die FCA warnen regelmäßig vor solchen Klonen.
Reicht eine Offshore-Lizenz aus?
Lizenzen aus Überseegebieten und Inselstaaten sind an geringere Auflagen gebunden; oft fehlen Entschädigungsfonds oder ein gesetzlicher Schutz vor Nachschusspflichten (Negativsaldoschutz). Hält ein Broker neben einer strengen Aufsicht auch eine Offshore-Lizenz, sollten Sie genau prüfen, unter welcher Gesellschaft Ihr Handelskonto geführt wird.
In jedem Erfahrungsbericht auf BrokerRating weisen wir die Regulierungen samt Direktlink zum Behördenregister aus und stufen die Aufsichtsbehörden nach ihrer Zuverlässigkeit ein. Starten Sie bei unserem Broker-Vergleich oder werfen Sie einen Blick auf unsere Broker-Warnliste.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob ein Broker lizenziert ist?
Suchen Sie direkt im offiziellen Register der zuständigen Aufsichtsbehörde nach der Lizenznummer. Prüfen Sie, ob der Status aktiv ist und die dort hinterlegte Webadresse exakt mit der Domain des Brokers übereinstimmt.
Reicht eine Lizenznummer auf der Broker-Website als Nachweis aus?
Nein. Sogenannte Klon-Firmen missbrauchen häufig echte Lizenznummern seriöser Anbieter. Ein verlässlicher Abgleich von Lizenznummer, Firmenname und Webadresse ist nur direkt im Behördenregister möglich.